Strange the Dreamer: Ein Traum von Liebe – Laini Taylor | Rezension

Strange the Dreamer: Ein Traum von Liebe – Laini Taylor | Rezension

„Die Stadt schlief. Träumer träumten. Ein großer Vollmond stand am Himmel, und die Flügel der Zitadelle schnitten den Himmel in zwei Hälften: Licht oberhalb, Dunkel unterhalb.“ 

Laini Taylor

REZENSION

Wenn Bücher von Träumern handelt, bin ich einer der Ersten, die nach diesen greifen müssen, und da es sich hierbei um die Fortsetzung von Strange the Dreamer handelt, war ich direkt Feuer und Flamme. – Auch wenn es mir immer noch bitter aufstößt, dass der Verlag einfach ein Buch in zwei Bände gesplittet hat, und ich dementsprechend nach dem halben Buch erstmal warten musste.

Weiter geht es also mit dem Ausnahmecharakter Lazlo, dem Traumtänzer, oder auch Strange genannt. Er hat sich Weep, die sagenumwobene Stadt ganz anders und voller Wunder und Mysterien vorgestellt, da er einst so vieles über sie gelesen hat, doch auf was er trifft macht ihn stutzig. Weep verbirgt ein dunkles Geheimnis und seine Sarai – Die Göttin, die er in seinen Träumen trifft – ist auch darin verwickelt.

Dieses Buch ist voller Emotionen und Liebe. Wer also im ersten Band auf mehr gehofft hat, bekommt hier die volle Dröhnung. Nacht für Nacht begegnen sich die Sarai und Lazlo in ihren Träumen, finden gefallen aneinander und merken das zwischen ihnen mehr ist, als nur Träume. Die Verbindung wird immer stärker und dementsprechend erwartet uns jede Menge Knistern und Feuerwerk. Oft stört mich gerade das in Jugendbüchern, aber da mir beide Charaktere wahnsinnig sympathisch sind, habe ich gerne von ihrer Beziehung gelesen.

Lazlo lernen wir in diesem Buch nochmal neu kennen, denn auch er verbirgt ein Geheimnis, dass mich überrascht hat, auch wenn es schlussendlich so naheliegend war. Ich hätte mir tatsächlich eine Alternative für ihn gewünscht, aber in der Kombi mit dem was Sarai widerfährt, fand ich das Ende dann doch wieder gelungen. Ein weiteren Charakter, den ich ins Herz geschlossen habe, ist die kleine Minya, die Teil der Götterbrut ist. – Ich höre jetzt schon ein paar von euch aufstöhnen, aber ohne diese intrigante Boshaftigkeit, hätte ich nur halb soviel Spaß an dem Buch gehabt. In dem letzten Drittel des Buches, kam ich voll auf meine Kosten und habe eine Achterbahn der Gefühle durchlebt.

Aber in dem Buch ging es nicht nur um die Liebe, sondern auch um die Stadt Weep, all die anderen Charaktere, die wie kennenlernen durften. Die Vergangenheit wird aufgearbeitet. Eine Beziehung, die in den Augen der anderen nicht funktionieren kann. Ein bevorstehender Krieg und jede Menge Geheimnisse, die sich Stück für Stück fügen und für Spannung ohne Ende sorgen.

„Vor langer Zeit hatte sich ein Mann in den Mond verliebt, doch bei jeder Berührung zerbrach er in tausend Stücke und ließ den Liebenden durchnässt und mit leeren Händen zurück.“

Laini Taylor schreibt sehr bildhaft, sie malt mit ihren Worten, ist dabei poetisch und zugleich märchenhaft. Sie schafft unvergessbare Kulissen, Welten und Charaktere, die man nicht vergisst. Ihr Stil ist besonders, einnehmend und sie hat einen Wiedererkennungswert, weswegen ich mehr Werke von ihr lesen möchte und vor allem freue ich mich auf Muse of Nightmares! Eine lesenswerte kurze Reihe, die in jedes Fantasy-Regal gehört.

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BUCHDETAILS

Herausgeber: One Verlag | Autor: Laini Taylor | ET: 27.11.2019 | Buchlänge: 384 Seiten | ISBN: 978-3846600863 | ERWERBEN

1 Kommentar

  1. 10. Januar 2020 / 20:21

    Liebe Stella,

    was für ein wunderschönes Bild <3

    Ich habe deine Rezension nur überflogen, da ich das Buch auch demnächst lesen möchte, aber dein Fazit gefällt mir richtig gut und ich freue mich jetzt noch mehr auf das Buch.

    Ganz liebe Grüße,
    Ümi 🙂

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