Vicious: Das Böse in uns – V.E. Schwab | Rezension

Vicious: Das Böse in uns – V.E. Schwab | Rezension

„Körper und Geist reagieren auf den bevorstehenden Tod, und wenn beide stark genug sind – und ich meine, wirklich stark durch genetische Veranlagung und Überlebenswillen – dann könnte daraus vielleicht ein EO entstehen.“ 

V.E. Schwab

REZENSION

Herumexperimentierende Medizinstudenten, die Mächte mittels Frankenstein-Methoden erwecken wollen? – Da muss man mich nicht lang bitten. Vor allem da die Autorin mich schon mit ihrer ADSOM Reihe begeistern konnte, war die Vorfreude auf Vicious riesig.

Victor Vale und Eli Ever wollen sterben. Aber nicht um den Preis des Ablebens. Nein, um eine Macht zu erwecken, die sie mittels Auferstehung erlangen können. Schließlich sind die beiden Klassenbesten schon länger mit der Materie der Extra Ordinären zu Gange und warum nicht an sich selbst experimentieren? Ihr waghalsiger Mut wird belohnt, denn sie kommen beide mit Hilfe als EO verwandelt ins Leben zurück. Während Eli sich selbst heilen kann, kann Victor anderen Schmerzen nehmen oder auch zufügen. Trotz ihres Erfolges, bröckelt es aber auf anderen Ebenen…

Die Idee eine böse, dunkle Geschichte zu verfassen, die an Frankenstein´s Experimente und Superhelden-Filme erinnert, fand ich genial. Die Szenerien wurden im Buch auch fantastisch rüber gebracht. Vor allem mochte ich wie durchgeknallt die beiden Studenten sind. Halsbrecherisch stürzten sie sich einfach mal so in den Tod. Wahrscheinlich ist das auch ihrem jugendlichen Leichtsinn geschuldet, aber eben auch ihrer Experimentierfreude. Die Schattenseiten kommen auch nicht zu kurz, denn durch die entstandenen Mächte, bricht die Freundschaft der beiden. Eli hält sich für jemand, den Gott geschickt hat und Victor hat mit Rachsucht zu kämpfen.

Die Frage, die während des Lesens aufkam war: Kämpft hier jetzt gut gegen böse? Oder böse gegen böse? Die Geschichte ist düster, und kommt einem fantasievollem Thriller sehr nahe. Zu den Charakteren konnte ich zwar nicht die mega Verbindung aufbauen, aber sie sind mir schlussendlich doch ans Herz gewachsen. Vor allem mochte ich die Nebencharaktere – besonders Serena und Dominic, welche auch EO´s sind und Eli´s, sowie Victor´s Wege kreuzen. Spannend fand ich dabei vor allem die Gaben. Von Auferstehung bis über vollständiger Kontrolle und Teleportation wurde uns alles geboten. Besonders gut fand ich die Erklärung zur Teleportation, da diese hier garnicht so einfach ist, wie sie scheint. – Sie ist sogar mit äußerster Anstrengung verbunden, was in Filmen ja oft anders dargestellt wird…
Wenn man mich fragen würde, welche Gabe ich gerne hätte, dann wäre ich wohl jetzt am Herumkommandieren und würde den Willen anderer brechen, haha! Alleine schon dafür, dass man sich hierüber Gedanken machen kann und das Buch für Gesprächsstoff sorgt, hat es einen Pluspunkt verdient.

Aber auch die extraodinäre Handlung, die Idee mit dem Schwärzen der Bücher, die unerbittliche Rachsucht und der einnehmende Schreibstil konnten mich überzeugen. Das Ende hätte meiner Meinung nach noch böser sein können und nicht so geradlinig enden sollen, aber so bleibt noch genug für den Folgeband über. Das Buch war spannend, rasant, lässt ein paar Fragen offen und macht somit Lust auf mehr. Ich kann es kaum erwarten, im kommenden Jahr Vengeful in den Händen zu halten und zu verschlingen. Für Fantasieliebhaber, aber auch Thrillerleser definitiv ein Muss im Regal.

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BUCHDETAILS

Herausgeber: FischerTor Verlag | Autor: V.E. Schwab | ET: 27.11.2019 | Buchlänge: 400 Seiten | ISBN: 978-3596705030 | ERWERBEN

1 Kommentar

  1. 8. Dezember 2019 / 17:37

    Hey Stella,

    damit hat ich auch so meine Probleme. Irgendwie sind sie ja doch beide böse. Ich habe mich vom Hype anstecken lassen, nachdem ich es fast überall gesehen habe und es dann im netgalley Adventskalender war. Meine Rezension zum Buch kommt nächste Woche und ich habe dich bei mir verlinkt.

    LG, Moni

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