The Chain: Durchbrichst du die Kette, stirbt dein Kind – Adrian McKinty | Rezension

The Chain: Durchbrichst du die Kette, stirbt dein Kind – Adrian McKinty | Rezension

„Sobald du eingestiegen bist, war´s das. Sobald du eingestiegen bist, tauchst du nie wieder auf. Man steigt nicht in ein Auto, man macht kehrt und rennt, rennt, rennt.“ 

Adrian McKinty

REZENSION

Kindesentführung ist wohl die schlimmste Angst, die Eltern empfinden können. Aber ganz egal ob du Mutter oder Vater bist, wirst du dieses schlimme Gefühl sehr wahrscheinlich in diesem Thriller richtig gut nachempfinden können.

Die alleinerziehende Rachel, bekommt einen mysteriösen Anruf. Ihr Kind sei entführt, sie muss sich der kette anschließen und ein anderes Kind entführen, um ihre eigene Tochter Kylie zu retten… Sie hat keine Wahl und handelt, wie ihr befohlen, doch hört der Alptraum jemals auf?

Die Story hatte mich bereits auf den ersten Seiten in ihren Bann gezogen, mich gefesselt und ich wollte unbedingt wissen, wer hinter der Kette steckt und warum diese überhaupt gegründet wurde. Wo ist der Zweck? Warum spielt jemand so ein perfides Spiel mit Eltern? Fragen über Fragen, die mich also durch die Seiten gejagt haben, in der Hoffnung spannende Antworten zu finden.

So originell die Geschichte begonnen hat, so einfach gestrickt ist sie dann ausgegangen. Dass die Kette zu Fall gebracht werden muss, steht eigentlich sehr schnell fest, aber ob dies auch gelingt, müsst ihr selbst heraus finden. Dass sich Rachel entschlossen hat, ihrem Kind zu helfen war auch keine Überraschung, denn wer würde sein eigen Fleisch und Blut nicht vor den Grausamkeiten eines irren Netzwerkes schützen wollen? Dennoch war mir ihr Verstand in vielen Momenten zu rational, und zu emotionslos. Genau der selbe Fall war im übrigen bei ihrer Tochter, die entführt wurde, und ständig darüber nachdenkt, wie sie ausbrechen kann, und kuriose Pläne schmiedet. Die ängstliche Seite, kam dann erst zum Ende so richtig zum Vorschein. Da konnte ich dann zeitweilig auch mal mitfühlen.

Die Kette fand ich als Idee wirklich gut, da ich etwas dergleichen noch nicht habe. Jedoch die Zufälle, die hier geschehen sprich die Leute die hier aufeinander treffen und miteinander zu tun haben – Das war mir viel zu einfach konstruiert und nicht ausgeklügelt genug. Dementsprechend konnte mich die Auflösung nicht überraschen. Und das Rätselraten, was ich bei Thrillern so liebe, wurde mir leider erspart. Zudem kamen dann auch noch einiges an Logikfehlern dazu. Dass die Verkettung schon so lange unentdeckt aufrecht erhalten bleibt, ist ja noch eine Sache, aber das beim Mordfall nicht agiert wird, fand ich dann schon sehr fragwürdig.

„>>Zwei Dinge müssen Sie sich einprägen<<, sagte eine mechanisch verzerrte Stimme. >>Zum einen: Sie sind nicht die Erste und Sie werden ganz bestimmt nicht die Letzte sein. Zum anderen: Denken Sie daran, es geht nicht um Geld – es geht um die KETTE.<<“

Fehlende Ermittlungen, Spannung und viel zu rationales Denken, konnten mich nicht überzeugen. Eine Bindung zu den Charakteren konnte ich ebenfalls nicht aufbauen. De Idee war da – Aber die Umsetzung zu platt. Einzig der Schreibstil und die knackigen kurzen Kapitel, konnten mir beim lesen ein wenig Trost spenden. Ich bin wirklich froh, dass dieses Buch so schnellebig aufgebaut worden ist. Definitiv Geschmackssache.

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BUCHDETAILS

Herausgeber: Knaur Verlag | Autor: Adrian McKinty | ET: 02.09.2019 | Buchlänge: 352 Seiten | ISBN: 978-3426524855 | ERWERBEN

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