Knochendiebin – Margaret Owen | Rezension

Knochendiebin – Margaret Owen | Rezension

„Je länger die Leichen blieben, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Sündenseuche ein neues Opfer suchte.“ 

Margaret Owen

REZENSION

Ihr kennt das sicher alle. – Ein Buch wird rauf und runter gehypt und das schon vor Erscheinungsdatum, da sich alle Welt auf dieses eine Buch freut. Auch ich war Teil davon, und habe mich unfassbar auf ein innovatives Abenteuer gefreut, auch weil ich Teil einer tollen Blogger-Aktion sein durfte, aber was ich dann gelesen habe, hat meine Freude schnell geschmälert.

Stur ist Teil der Krähen-Kaste und für diese gibt es nur ein Gesetz – Und zwar Beschütze die Deinen, sprich die Krähen. Die anderen Kasten können die Krähen nicht sonderlich leiden, und das obwohl es ohne diese keine Versorgung der Sterbenden und Toten geben würde. Im Land wütet einen Seuche, die hoch ansteckend ist, außer für die Krähen, weswegen diese sich um solche Fälle kümmern. Während eines solchen Hilferufs, bittet Prinz Jasimir aus dem Königshaus Stur ebenfalls um persönliche Hilfe, da er die Königin vom Thron stürzen möchte.

Der Einstieg ist erstmal verwirrend, da wir direkt in das kalte Wasser geworfen werden. Ein High-Fantasy Welt, mit Kasten, Reichen, Geburtsrechten und diversen Charakteren mit Masken, die merkwürdige Namen tragen und uns allesamt versuchen in diese Welt einzuläuten. Der Stil der Autorin war dabei nicht sonderlich anspruchsvoll, dafür aber anstrengend. Die Namen Stur, Pah, Scheusal und Co haben mich teilweise in den Wahnsinn getrieben, aber nicht weil ich sie nicht mochte, nein, weil sie mich schlicht und einfach im Lesefluss gestört haben. Ich hätte mir hier wirklich gewünscht, dass man die Originale verwendet hätte, denn auch nach langer Lesezeit, wurde es zwar besser, aber nicht zur Gewöhnung.

Stur und ihre versammelten Krähen mochte ich eigentlich ganz gerne, da diese geradeaus waren und füreinander eingestanden sind. Dem Prinzen und seinem Diener, konnte ich nur wenig abgewinnen. Es wird schnell klar, dass es hier zwischen Prinz und Krähe zu einer Lovestory kommt, da diese ein Bündnis eingehen. – Sprich eine 0815 Liebe, die wir aus zig Romantasy-Abenteuern schon kennen. Schade, dass es auch hier wieder auf die übliche Weise eingefädelt wurde. Ich wünschte mir, dass Liebesgeschichten auch mal auf kluge, und authentische Weise entstehen würden. Überraschungen und Wendungen, ohne ständiges hin und her wären schön gewesen.

Aber ich möchte mich garnicht so lange mit der Liebe aufhalten, da diese zum Glück nicht ausschließlich im Vordergrund stand. Es ging auch um Kameradschaft, das Miteinander, und Veränderungen was mir recht gut gefallen hat. Jedoch gab es auch hier einiges an Logikfehlern, mich hat die Gesamtstory gelangweilt und dann noch diese ständigen Wiederholungen von Gedanken, die mich stets mit den Augen rollen lassen haben. Nach über 200 Seiten habe ich mich also entschieden nur noch querzulesen. Während der Anfang noch interessant war, und ich die Vermutung hatte, das diese Geschichte etwas Neues bietet, wurde aus einer besonderen Idee, ein ganz normaler Standard-Fantasyroman. Und hierbei muss ich wirklich nochmal erwähnen, dass dieses Buch gute Ansätze hatte, aber mich weder Schreibstil, noch die Umsetzung überzeugen konnten. Dieses Buch wird sicher vielen gefallen, vielleicht auch eher einem jüngeren, einfach zufrieden stellenden Publikum, aber genauso wird es Leser geben, die sich hier die Haare raufen werden. Reinlesen und selber entscheiden würde ich sagen.

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BUCHDETAILS

Herausgeber: Carlsen Verlag | Autor: Margaret Owen | ET: 31.10.2019 | Buchlänge: 416 Seiten | ISBN: 978-3551584052 | ERWERBEN

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