Ashes and Souls – Ava Reed | Rezension

Ashes and Souls – Ava Reed | Rezension

„Wenn man nicht mehr zwischen Traum und Realität unterscheiden kann, dann stellt man sich unwillkürlich die Frage, was wirklich geschehen ist. 
Ist der Traum real oder die Realität ein Traum? “ 

Ava Reed

REZENSION

Ich habe mir schon länger vorgenommen ein Buch von Ava Reed zu lesen, und als ich von Ashes and Souls gehört habe, war mein Interesse geweckt. Die Idee von Licht und Dunkelheit, sowie Gleich- und Ungleichgewicht, hat mich sehr angesprochen. Wir haben hier also einen Fehler in der Welt – ein Ungleichgewicht, dass ausfindig gemacht werden muss, damit Frieden auf dem Planeten herrschen kann.

Mia begleiten wir auf ihrer Reise nach Prag, denn sie ist auf der Suche nach ihren Wurzeln und auf der Suche nach Antworten auf ihre Fragen. Auf ihr lastet nämlich ein Fluch, der sie berits ihr Leben lang verfolgt. Aber ob es wirklich ein Fluch oder eine Gabe ist, die Grauen sehen zu können, das dürft ihr selbst herausfinden.

Mir hat die Grundgeschichte sehr gut gefallen. Vor allem die Idee mit den Grauen. – Menschen, die dem Tod geweiht sind und in Mia´s Augen einfach an Farbe verlieren. Sie selbst wissen davon nichts, aber Mia schon, was auch erklärt, dass sie dies als Fluch wahrnimmt. Mia ist wirklich sympathisch und ich habe sie direkt ins Herz geschlossen, aber sie handelt oft auch unüberlegt und war mir stellenweise ein wenig zu naiv. Denn als Asher und seine Freunde ins Spiel kommen, entsteht eine so urplötzliche Freundschaft zwischen ihnen, dass mir hier an Instinkt fehlt. Klar, sie ist einsam, aber sie hat ja dennoch auch Verstand, aber was ist die Grundlage für diese Freundschaft? Die Annäherung ging mir zu schnell von statten. Da hätte ich mir einfach mehr gewünscht, mehr Details, mehr Tiefgang. Und zu Mim und Pan muss ich nichts hinzufügen – Die beiden sind einfach zum knutschen!

Das Buch weist einige Parallelen zu Sarah J. Maas Acotar Reihe auf. Die schwarzen Flügel, die wir schon von Rhysand kennen, trägt auch Asher. Und diese ganze Freundschaft schreit quasi nach dem Inner Circle. Wobei ich die Jungs wirklich sehr gerne mag, vor allem Mic. Mit Asher selbst konnte ich am wenigsten anfangen. Er war mir zu undurchsichtig. Wenn ihr Acotar gelesen habt, dann werdet ihr sicher dasselbe empfunden haben. An sich habe ich nichts dagegen, wenn man eine Idee so großartig findet, dass man diese auch für eigene Werke verwenden möchte, aber mir war es dann doch zu ähnlich, auch wenn wir hier einen Unterschied mit den Ewigen feststellen können.

Das Buch hält auch tatsächlich garnicht so viel Inhalt parat, wie ich mir erhofft hatte. Vieles war mir zu einfach, zu wenig oder auch zu teils schnell. Das Buch wurde zwar niemals langweilig oder langatmig, aber ein wenig mehr Pfiff und Action hätten die Geschichte doch bereichern können. Besonders gefallen habe ich an Ava´s Schreibstil gefunden, der wirklich frisch und flüssig ist. Im Nu bin ich durch die Seiten geflogen! Es ist ein solides Buch mit Luft nach oben. Ava hat sich hier an etwas Neuem versucht und auch viel Anklang gefunden, was mich für sie freut, auch wenn es mich jetzt nicht ganz so abholen konnte. Ich denke eine jüngere Zielgruppe, die Romantasy liebt, wird auch diese Geschichte verfallen sein. Alleine wegen meinen offenen Fragen, werde ich auch den Folgeband lesen und hoffen, dass er mich dann so gänzlich abholen wird.

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BUCHDETAILS

.Herausgeber: Loewe Verlag | Autor: Ava Reed | ET: 18.09.2019 | Buchlänge: 384 Seiten | ISBN: 978-3453267145 | ERWERBEN

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