Monsters of Verity: Unser düsteres Duett – Victoria Schwab | Rezension

Monsters of Verity: Unser düsteres Duett – Victoria Schwab | Rezension

„Sein Körper litt unter dem Druck – der Gegenwart – der Seelen. Er wünschte, er könnte sich übergeben, könnte das Gewicht von so vielen unterwünschten Leben wieder loswerden, aber es würde sowieso nichts nützen. Die Seelen waren jetzt ein Teil von ihm, sie verschmolzen mit seinen Knochen und flossen durch seine Adern,“

Victoria Schwab

BUCHDETAILS

Herausgeber: Loewe Verlag | Autor: Victoria Schwab | Originaltitel: Our Dark Duett | Übersetzung: Bea Reiter | Erscheinungstag: 11.03.19 | Buchlänge: 480 Seiten | ISBN: 978-3785589229 | Preis: Hardcover 19,95€  | ERWERBEN

REZENSION

Was habe ich mich auf die Fortsetzung „Unser düsteres Duett“ gefreut! Als es erschienen ist, war ich zwar etwas perplex, dass es es schon erschienen ist, da ich scheinbar hinter dem Mond lebe und das Erscheinungsdatum nicht auf dem Schirm hatte. Aber als es dann bei mir ankam, war ich sofort Feuer und Flamme, musste es direkt zur Hand nehmen und freute mich auf ein musikalisches Monster-Gemetzel.

Es ist ein halbes Jahr vergangen und August hält immer noch die Stellung in V-City und dass obwohl er bereits an seinem Tun zweifelt. Kate dagegen hat sich währenddessen mit neuen Freunden zusammengetan, um auf tagtägliche Monsterjagd gehen zu können. Sie trauert stark und versucht ihre Verletzlichkeit damit abzubauen, jedoch begegnet ihr eines Tages ein ganze neues unbekanntes abgrundtiefes dunkles Monster, welches es zu töten gilt.

Die Thematik versprach genauso düster, spannend und unheimlich zu sein, wie schon der erste Band es vorgelebt hat. Doch leider kam es anders als gedacht. Das Katz und Maus Spiel zwischen Kate und August ging in diesem Teil verloren, genauso wie die musikalischen Aspekte. Während ich es im ersten Teil kaum ausgehalten habe, bis die beiden wieder aufeinander treffen, habe ich mich hier gelangweilt. Und auch dieser musikalische Bann, in den ich zuvor gezogen wurde, wurde hier nur noch beiläufig erwähnt, dabei sollte der Titel doch für sich sprechen. Die Charakterzeichnungen von Kate und August gerieten ebenfalls in den Hintergrund. Das Buch hat um die 480 Seiten und ich frage mich im Nachhinein, ob da überhaupt eine richtige Handlung vorhanden war. Versteht mich nicht falsch, ich empfand es nicht als komplett schlechtes Buch, aber es hat für mich an Zauber verloren und umso länger ich über das Buch nachdenke, umso kritischer werde ich ihm Gegenüber.

Jetzt aber mal zu etwas Positivem. Mir haben die 3 verschieden Perspektiven von Kate, August und Sloan sehr gut gefallen. So wurde durch den Wechsel zumindest versucht eine Spannung bis zum großen Finale aufzubauen. Ganz besonders mochte ich nach wie vor die Monster: Sunai, Malchai und Corsai. Sie bringen wirklich Pfiff und Dunkelheit in die Geschichte. Genauso das neue Monster, dass sich nach Leben verzehrt, fand ich super unheimlich und toll als Endgegner gewählt. Und trotz der langatmigen Stellen im Mittelteil, hat mich das Ende überzeugt. Victoria Schwab ist bekannt dafür keine halben Sachen zu machen und deswegen wird der Abschluss gefühlvoll, brutal, blutrünstig und lässt uns mit einem gebrochen Herzen, aber auch mit einer gewissen Zufriedenheit zurück. Ich bin mir sicher, viele werden sich denken: Wie kann die Autorin nur so etwas tun? So viele Morde. So wenig Überlebende… Aber genau dieser Abschluss hat es für mich nochmal gerissen, sonst wäre meine Rezension weitaus kritischer ausgefallen. So weh das Ende auch tut, so gut konnte ich es verstehen und das Buch dann zufriedengestellt zuklappen.

Mir tut es in der Seele weh, dass mich Victoria Schwab erstmalig nicht endlos begeistern konnte. Ich liebe ihre „A darker Shade of Magic“ Reihe sehr, wie viel von euch wissen, und auch der erste Monsters of Verity Teil konnte mich restlos begeistern, aber der Fortsetzung gegenüber bin ich leider nicht mehr so gut gestellt. Ich denke einer jüngeren Zielgruppe, mit nicht all zu hohen Ansprüchen, wird diese Dilogie durchaus gut gefallen.

KATEGORIE

ZWISCHENDURCHTIPP
MEHR ÜBER MEIN BEWERTUNGSSYSTEM

Mein Dank gilt dem Loewe Verlag, welcher mir das Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Meine Meinung bleibt ehrlich und unverfälscht.

2 Kommentare

  1. 28. Mai 2019 / 15:48

    Liebe Stella,

    wie schade, dass dich dieser Band nicht mehr so wirklich begeistern konnte. So toll ich die Idee auch fand, konnte mich ja leider schon der erste Band nicht so wirklich begeistern. Manchmal ist das leider einfach so.

    Liebste Grüße
    Jill

    • Stella
      Autor
      29. Juli 2019 / 8:30

      Hey liebe Jill,

      ich danke dir! Ja, und das ist auch garnicht schlimm. Wäre ja langweilig, wenn wir bei allem immer nur Ja und Amen schreien würden : )

      Liebste Grüße, Stella

Schreibe einen Kommentar zu Stella Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld!

*

Ich stimme zu.