Mit 50 Euro um die Welt – Christopher Schacht | Rezension

Mit 50 Euro um die Welt – Christopher Schacht | Rezension

„Mein Plan war es, keinen Plan zu haben. Einfach mal ohne Terminkalender und Zeitdruck zu leben. Da, wo es mir gefällt, so lange zu bleiben, wie ich will, und weiterzuziehen, wenn ich Lust dazu habe.“

Christopher Schacht

BUCHDETAILS

Herausgeber: Adeo | Autor: Christopher Schacht | Erscheinungstag: 23.05.2018 | Buchlänge: 304 Seiten | ISBN: 978-3863342098 | Preis: Hardcover 20,00€  | ERWERBEN

REZENSION

Christopher Schacht schreibt in diesem Buch über seine Weltreise, die er mit wenig Geld beschritten hat. Nach dem Abitur sehnt es ihm nach dem großen Abenteuer, also macht er einen Cut und stellt sich dem Leben. Mit seinem letzten 50 Euro Schein in der Tasche und ein paar Habseligkeiten auf dem Rücken, denn mehr braucht er nicht. Wir begleiten Christopher also 4 Jahre lang, während er die Welt erforscht, auf Menschen trifft, Erfahrungen sammelt und diverse Kulturen kennen lernt. Besonders die Aufmachung des Buches empfand ich als gelungen, denn fortlaufend wird seine Geschichte durch persönliche Fotografien untermalt. So ist man beim Lesen auch ein wenig Teil der Reise, was das Leseerlebnis noch besonderer macht.

Durch die knappe Seitenanzahl von knapp 300 Seiten war der Inhalt aber schnell gelesen und kaum war ich Teil des Abenteuers, so war es auch schon wieder vorbei. Zumal ich es fast noch schöner gefunden hätte, wenn man hier 2-3 Bücher gesplittet hätte, um noch mehr über die einzelnen Länder und Menschen zu erfahren, mit denen Christopher teils einige Monate verbracht hat. Hier springt man natürlich schnell von einem ins nächste Erlebnis, aber genau an dieser Stelle hätte ich mir mehr Zeit gewünscht, denn so hat das Reisetagebuch an Intensivität verloren.

Christopher selbst ist ein sehr sympathischer junger Typ, dem man den jugendlichen Leichtsinn gut abnimmt. Den Leichtsinn, den man beim Älter werden gerne mal gegen sämtliche Ängste eintauscht. Den Leichtsinn, den sich viele Menschen zurück wünschen. Um auch einfach mal frei zu sein und den Alltag vergessen zu können. Sich neu zu orientieren und mehr aus dem eigenen Leben zu machen. Auf der Suche nach mehr Lebensqualität. Genau diese Botschaft vermittelt „Mit 50 Euro um die Welt“ sehr gut. Es weckt schier den eigenen Freigeist und lädt zum Träumen ein. Einfach mal etwas Neues wagen und sich Trauen. Christopher hat diesen Schritt gewagt und wurde von dem Leben beschenkt. Er hat viel gesehen, viel gelernt, hat Freundschaften geschlossen und er hat sich sogar am anderen Ende der Welt verliebt. Sein Leben hat sich mit diesen 4 Jahren um 360 Grad gedreht und man sieht ihm an, wie glücklich ihn seine Reise gemacht hat. Seine Erfahrung teilt er nicht nur in Form seines Reiseberichts, er gibt auch noch Reisetipps für Anfänger am Ende des Buches, die sehr hilfreich sind, wenn man das Thema „Reisen mit kleinem Budget“ vertiefen möchte, was mir sehr gefallen hat.

Wer aktiv wird, verändert. Wer passiv bleibt, wird verändert.

Es war ein wirklich schöner Einblick in sein Leben als Weltenbummler und ich habe ihn als Mensch sehr gerne begleitet, nur war es wie bereits erwähnt, etwas zu kurzlebig und damit teils zu abrupt. Außerdem hätte ich vielleicht noch so kleine Randnotizen schön gefunden, um das Buch noch persönlicher zu gestalten. Insgesamt war ich nicht ganz so emotional angetan, wie zB bei Frühstück mit Elefanten von Gesa Neitzel. Dennoch empfehlenswert für alle, die sich nach dem Abenteuer da draußen sehnen.

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AUTOR/IN

Christopher Schacht kommt aus dem beschaulichen schleswig-holsteinischen Sahms. Er hat einen Zwillingsbruder und eine jüngere Schwester. Nach seinem Abitur hatte er vorgehabt, ein Stipendium der Informatik zu nutzen, um eines Tages seine eigene Softwarefirma zu gründen. Doch stattdessen brach er im Alter von 19 Jahren zu seiner Weltreise auf und kehrte erst im September 2017 zurück. Seitdem studiert er Theologie in Hessen.

KLAPPENTEXT

Christopher Schacht ist erst 19 Jahre alt und hat gerade sein Abi in der Tasche, als er eine verrückte Idee in die Tat umsetzt: Mit nur 50 Euro „Urlaubsgeld“ reist er allein um die Welt. Nur mit Freundlichkeit, Flexibilität, Charme und Arbeitswillen ausgestattet, ohne Flugzeug, ohne Hotel, ohne Kreditkarte.
Vier Jahre war er unterwegs, hat 45 Länder bereist und 100.000 Kilometer zu Fuß, per Anhalter und auf Segelbooten zurückgelegt. Seinen Lebensunterhalt hat er sich als Goldwäscher, Schleusenwart, Babysitter und Fotomodell verdient, unter Ureinwohnern und Drogendealern gelebt und ist durch die Krisengebiete des mittleren Ostens getrampt. 
In diesem Buch erzählt der junge Weltenbummler auf humorvolle und mitreißende Art von seinen unglaublichen Erlebnissen. Er verrät, was er unterwegs über das Leben, die Liebe und Gott gelernt hat, schildert berührende und skurrile Begegnungen und verblüfft mit Einblicken, die man in keinem Reiseführer finden würde. 
Eine faszinierende Story, die Lust macht, Neues zu wagen und seine Träume zu leben!

Quelle Autor & Klappentext | Adeo

WEITERE REZENSENTEN

(Lasst mir gerne eine kleine Info da, sofern ihr das Buch auch rezensiert habt, damit ich euch verlinken kann.)

2 Kommentare

  1. 11. März 2019 / 8:29

    Liebe Stella,

    ich habe irgendwie das Gefühl, den perfekten Weltenbummler Roman für mich einfach noch nicht gefunden zu haben. Ich weiß auch gar nicht, was ich genau suche, aber dieses Buch sollte mich einfach komplett mitreißen und eintauchen lassen.
    „Mit 50 Euro um die Welt“ klingt eigentlich gar nicht schlecht und erstmal nach einem Ratgeber, für den auch ich das Budget zusammen kratzen könnte. 😀 Aber ich glaube ich bin da bei dir und lese dann doch lieber erst „Frühstück mit Elefanten“.

    Liebe Grüße
    Sarah

    • Stella
      Autor
      14. März 2019 / 12:43

      Hallo liebe Sarah : )

      also wenn du Frühstück mit Elefanten noch nicht gelesen hast, dann würde ich dir das sogar sehr ans Herz legen. Es ist ein absolutes authentisches Wohlfühlbuch voller Weisheiten und Gesa macht diese Geschichte so wundervoll und echt. Es macht Mut und lädt zum Ausreißen ein.
      Dieses Buch dagegen würde ich dir vllt irgendwann als Zwischendurchtipp empfehlen. Es ist auch toll, keine Frage, aber lang nicht so intensiv, wie Gesa´s Werk. : )

      Hab lieben Dank und viele Grüße ♥
      Stella

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