Halo Summer | Autoreninterview

Halo Summer | Autoreninterview

wir befinden uns in der finalen Woche des Selfpublisher-August, welchen ich gemeinsam mit Alues Bücherparadies und Booksaremybestfriends ins Leben gerufen habe. Heute möchte ich euch die wunderbare Autorin Halo Summer vorstellen, die mir einige Fragen beantwortet hat.

INTERVIEW

Hallo liebe Halo, ich freue mich sehr, dass du dir heute Zeit genommen hast mir ein paar Fragen über dich und das Selfpublisher-Dasein zu beantworten.
Wann hast du beschlossen Geschichten zu schreiben? Und wann konntest du dir deinen Traum das erste Mal erfüllen?

Als ich dreizehn Jahre alt war, hat mich das Lesen von „Herr der Ringe“ zutiefst fasziniert und erschüttert. Ich wollte danach unbedingt selbst Bücher schreiben, habe aber außer tausend Anfängen nichts zustande gebracht. Meinen ersten abgeschlossenen Roman habe ich während des Studiums geschrieben – er war so langweilig, dass ich ihn bis heute nicht veröffentlicht habe.

Warum hast du dich entschieden, Bücher selbst zu veröffentlichen?

Ich habe fünfzehn Jahre lang vergeblich Manuskripte bei Verlagen eingereicht. Als Amazon 2011 eine Plattform für Indie-Autoren gründete, habe ich mein Glück versucht und der Erfolg war umwerfend. Mittlerweile liegt der Fall für mich umgekehrt: Ich lehne Verlagsangebote ab und habe mir auch die Rechte von „Aschenkindel“, das momentan noch bei HarperCollins erscheint, zurückgeholt. Gerade veröffentliche ich lieber selbstständig und allein, was aber nicht heißt, dass das auf ewig so bleiben muss.

Deine bisherigen Veröffentlichungen versprühen jede Menge Fantasie und zeigen deine Liebe zu Märchen. Hast du ein Lieblingsmärchen?

Aschenputtel habe ich immer geliebt, vor allem eine illustrierte Disney- Ausgabe, die ich als Kind hatte, und „Drei Nüsse für Aschenbrödel“, die tschechische Verfilmung. Mittlerweile bin ich dem Braves-Mädchen-ergattert-Prinzen-Schema etwas entwachsen – was man dem Buch „Aschenkindel“ sicherlich anmerkt – aber ich liebe das Märchen immer noch sehr.

Kannst du dir vorstellen, auch mal etwas ganz anderes zu schreiben, wie z.B. einen Thriller oder kommt das nicht in Frage?

Ich spiele ab und zu mit dem Gedanken, aber es wäre vermutlich immer ein wenig Fantasy, Science Fiction oder Mystery dabei. So ganz ohne Wunder geht es bei mir nicht. Ich liebe es, die Realität aus einer verfremdeten Perspektive zu betrachten und damit neu zu entdecken.

Es ist gar nicht lange her, da hast du dein neustes Werk Froschröschen veröffentlicht. – Beschreib das Buch doch mal mit 5 Worten.
Verfluchte Prinzessin trifft verfluchten Frosch.

Wenn du eine Märchenfigur sein könntest, welche wärst du?

Ich wäre sehr gerne ein Mittelding aus guter Fee und Hexe. Realistisch betrachtet wäre ich aber eher eine unscheinbare Ziege am Wegesrand, die Blumen aus der Erde zaubern kann. Und keiner wüsste etwas davon.

Du hast mittlerweile schon einige Bücher veröffentlicht und eine große Leserschaft gewonnen. Wie aufregend ist der Tag einer Neuerscheinung noch für dich?

An solchen Tagen bin ich total aufgeregt, euphorisch, ängstlich, dankbar, nervös und glücklich. Außerdem bin ich übernächtigt, weil ich die Wochen zuvor Tag und Nacht gearbeitet habe.

Hast du ein Lieblingsbuch unter deinen bisher geschriebenen Werken? Wenn ja, welches und warum genau dieses?

Froschröschen mag ich gerade sehr. Ich habe in dem Buch ein paar persönliche Flüche aufgearbeitet, genauso wie die Hauptfigur Rosalie. Grundsätzlich hängt mein Herz aber vor allem an der Sumpfloch-Saga. Es gibt einige Stellen in diesen Büchern, vor allem in den späteren Bänden, die werden mich auf die andere Seite begleiten, wenn ich mal sterbe, da bin ich mir sicher. Das Schreiben dieser Bücher hat mich verändert.

Beschreibe dich doch mal in drei Sätzen:

Ich bin ängstlich, harmoniebedürftig und immer auf der Suche nach Glück für mich und andere, aber gleichzeitig auch egomanisch, kauzig und mit einem starken Hang zur Faulheit ausgestattet. Ich glaube, diese persönliche Konstellation hat mich zu einer Träumerin gemacht. Indem ich Bücher schreibe, trage ich diese Träume in die Wirklichkeit zurück und vielleicht – das ist meine Hoffnung – wird die Wirklichkeit dadurch zu einem besseren Ort.

Um dich ein wenig besser kennen zu lernen noch eine schnelle Fragerunde (gerne mit Anmerkung):

Happy-End oder Tragisches Ende?
Tragik ist immer ein Teil der Geschichte. Das Happy End besteht darin, mit der Tragik klarzukommen und trotzdem Glück zu empfinden, immer und immer wieder. Also Happy End – auch wenn es in Wirklichkeit kein Ende gibt.
Wald oder Dschungel?
Wald. Dschungel klingt so gefährlich. Aber als unsichtbare Superheldin würde ich da gerne mal spazieren gehen.
Sternenhimmel oder Sonnenschein?
Ich liebe beides, aber der Sternenhimmel macht mir immer wieder bewusst, wie gigantisch groß, verrückt und schön das Rätsel des Lebens ist. Ich schrumpfe beim Anblick des Sternenhimmels auf die richtige Größe.
Süß oder Salzig?
SALZIG!
Feen oder Hexen?
Gerne beides gemixt. Aber Hexen sind auf jeden Fall interessanter. Sie schaffen Raum für Neues.
Musik oder Ruhe?
Zum Arbeiten sehr viel Ruhe. Ansonsten manchmal Musik über Kopfhörer, um die Szenen im Kopf zu einem inneren Film zu verknüpfen.
Bunt oder Erdtöne?
Bunte, leuchtende Farben vor einem gedeckten und manchmal auch düsteren Hintergrund.
Held oder Bösewicht?
Alle sind Helden, auch die Bösen. Zumindest in meinen Büchern.
Print oder Ebook?
Ich lese tatsächlich nur noch Ebooks – das hätte ich vor ein paar Jahren nicht gedacht. Bücher sind so schwer, haben kein eingebautes Licht und man kann die Schriftgröße nicht verändern.
Selfpublisher oder Verlagsautor?
Was ich selbst lese oder was ich sein will? Ich lese nicht viel – aber ich muss gestehen: Das, was ich lese, kommt meistens von Verlagsautoren. Dabei bin ich zurzeit lieber Indie-Autor. Unabhängig zu sein, lässt mich besser schlafen.

Schreibst du derzeit an einem neuen Projekt? Wenn ja, was magst du uns darüber verraten?

Ich schreibe seit vielen Monaten am letzten Band der Sumpfloch-Saga. Und alle paar Wochen werfe ich einen großen Teil der geschriebenen Seiten in den Müll. Nur die heilige gigantische Universumskröte weiß, ob ich mit dem Buch jemals fertig werde. Momentan bin ich verhalten zuversichtlich.

Welche Träume hast du für deine Zukunft als Selbst-Veröffentlicherin?

Schreiben und gelesen werden, das ist alles.

Hast du Tipps für andere Selfpublisher oder Jungautoren?

Ich gebe immer den gleichen Tipp: Schreibt ein Buch, das ihr selbst gerne lesen würdet – lieber als jedes andere. Arbeitet hart daran, dass es gut wird, und schickt es ohne Fehler und mit einem wirklich schönen Cover in die Welt hinaus.

Ich danke dir für deine Zeit : )

Ebenfalls vielen Dank für die schönen Fragen!

BÜCHER DER AUTORIN

**Stöbern, Erwerben

Sumpfloch SagaAschenkindelFroschröschen

Bilderquelle Halo Summer

ÜBER DIE AUTORIN

Halo Summer lebt mit ihrem Mann und zwei Hunden in einem Haus am Wald, am Rand einer großen Stadt. Nach ihrem Studium der Germanistik, Religionswissenschaft und Psychoanalyse arbeitete sie als Redakteurin für Kinder- und Jugendmagazine und übersetzte Comics. Seit 2011 veröffentlicht Halo Summer Fantasy-Romane, ihre Bücher haben sich bisher 300.000-mal verkauft. Mit „Aschenkindel – Das wahre Märchen“ gewann Halo Summer 2016 den Kindle Storyteller Award.

Quelle Amazon

Ich hoffe ich konnte euch die tolle Autorin mit diesem Interview ein wenig näher bringen. In wenigen Tagen folgt dann ein Buchtipp inkl.Gewinnspiel, also bleibt dran. 

Hier findet ihr das letzte Interview von Alues Bücherparadies mit der Autorin Emma Marten.
Hier findet ihr das letzte Interview von Booksaremybestfriends mit der Autorin Anika Ackermann.
Schaut unbedingt vorbei ♥


Bildquelle Autorenbild

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