Sarah Ricchizzi | Autoreninterview

Sarah Ricchizzi | Autoreninterview

Anzeige* | wir sind bereits in der dritten Woche des Selfpublisher-August, welchen ich gemeinsam mit Alues Bücherparadies und Booksaremybestfriends ins Leben gerufen habe. Heute möchte ich euch die wunderbare Autorin Sarah Ricchizzi vorstellen, mit der ich ein nettes Gespräch führen durfte.

INTERVIEW

Hallo liebe Sarah, danke für die Möglichkeit dich heute als Selfpublisherin auf meinem Blog zu interviewen.
Seit wann schreibst du eigene Bücher? Wie hast du die Leidenschaft für dich entdeckt?

Liebe Stella, erst einmal vielen lieben Dank, dass du an mich gedacht hast und ich bei diesem Interview dabei sein darf. Ich schreibe bereits seit meinem 16. Lebensjahr Bücher, also dieses
Jahr im Sommer genau 10 Jahre lang. Dabei habe ich einige unveröffentlichte abgeschlossene Projekte auf meiner Festplatte rumhängen, doch irgendwie war nie das Richtige dabei, bis ich
mich an Einmal im Jahr für immer gesetzt hatte. Die Leidenschaft zum Schreiben habe ich durch das Lesen selbst entdeckt. Ich liebe Bücher, hihi.
Und mit der Zeit entwickelten sich in meinen Gedanken ganz eigene Geschichte, die ich unbedingt zu Papier bringen wollte. Ich wollte selbst bestimmen, was da so passiert zwischen den Buchdeckeln.

Warum hast du dich für den Selfpublisher-Weg entschieden?
Das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen habe ich bereits unglaublich lange geschrieben, aber nie etwas veröffentlicht. Irgendwie war nie wirklich dieser Druck da, dass ich es rausbringen
muss, obwohl ich es wollte. Und statt mein Buch zu veröffentlichen, habe ich immer wieder ein neues begonnen. Also habe ich mir selbst Druck aufgebaut und in einem Moment des
Größenwahns auf meinen Seiten bekanntgegeben, dass ich mein Buch veröffentlichen werde. Da der Verlagsweg weitaus schwierigere und vor allem längere Wege mit sich zieht und ich fürchtete
mit dem ersten Buch, dem kalten Sprung ins Wasser, nie vorwärts zu kommen, habe ich mich schließlich für das Selfpublishing entschieden. Zudem kam noch der Punkt, dass ich bei meiner
aller ersten Geschichte selbst entscheiden wollte, was damit passiert. Ich hatte Angst davor, dass sie verändert wird und das in eine Richtung, die mir nicht gefällt. Als Selfpublisher konnte ich über alle Optionen selbst entscheiden, das hat mir viele Freiheiten und natürlich auch viel Arbeit aufgelastet, die mir jedoch unglaublich viel Spaß und sehr viel Erfahrung beigebracht hat.

Wünscht du dir eines Tages bei einem Verlag veröffentlichen zu können? Wenn ja, welcher Verlag spricht dich am meisten an?
Ja, definitiv. Ich denke, man könnte es als den Traum bezeichnen. Mit meinem nächsten Projekt möchte ich mich auch definitiv bei Agenturen bewerben, um so vielleicht die Möglichkeit zu
bekommen, in das Verlagswesen eintreten zu können. Traumhaft wäre natürlich Carlsen oder Fischer.

Du hast schon im Fantasy-Bereich geschrieben und dich in deinem neusten Werk in Gegenwartsliteratur versucht. Bevorzugst du eines der Genres?
Ich mag beides unglaublich sehr. Derzeit liegen bei mir um die 10 Projekte offen, die zur Hälfte im Fantasy-Bereich liegen und zur anderen im Gegenwartsgenre. Beide Genre bieten so viele
Möglichkeiten Geschichten und Gedanken zu vermitteln, dass ich gar nicht sagen kann, woran ich lieber sitze.

Gibt es ein Genre, dass du noch für dich und deine Geschichten entdecken möchtest? Welches ist es, und warum?
Ich würde gerne eine Dystopie schreiben. Den groben Plot habe ich bereits vor zwei Jahren geschrieben, allerdings fehlen noch die Details, um daraus ein richtiges Romanprojekt zu machen.

„Einmal im Jahr für immer“ ist ein sehr emotionales Buch. Wie kam dir die Idee dazu?
Ich befand mich selbst an einem sehr tiefen Punkt und habe geschrieben, was mir durch den Kopf ging. An sich hatte es nichts mit dem Inhalt der Geschichte zu tun, jedoch aber mit den Gefühlen
dahinter. Inhaltlich habe ich mich bereits vor vielen Jahren festgelegt, jedoch nie eine Geschichte im Sinn gehabt: Als zunehmend Selbstmorde von Personen des öffentlichen Lebens in die Medien
gerieten und wir einen Einblick von Außen in deren Leben erhielten, ging mir jeder einzelne Tod unglaublich nahe. Mit meiner Geschichte wollte ich mehr Verständnis und vor allem einen Blick für Selbstmord und die Hintergründe dazu, vor allem auch hinsichtlich der Hinterbliebenen zeigen.

Wieso hast du dich dafür entschieden einem Clown die Rolle des Helfers in Not zu geben?
Die Geschichte stand ab der Hälfte bis zum Ende hin fest, allerdings fehlte mir irgendwie das gewisse Etwas. Mein Mann meinte daraufhin zu mir, dass ich etwas wählen sollte, was vollkommen in Gegensatz zu der Geschichte steht. Etwas, womit absolut nicht zu rechnen ist. Als aller erstes kam mir in dem Moment ein Clown in den Sinn.

Welches deiner bisher veröffentlichten Werke ist dein persönlicher Favorit und warum?
Ouh, das ist schwierig. Ich liebe den Aspekt der Zeit von „Der Sandkornzähler“ und gleichzeitig steckt so viel Herzblut und so viele meiner Gedanken in „Einmal im Jahr für immer“, dass ich mich
gar nicht entscheiden kann.

Lässt du dich von anderen Autoren inspirieren? Wenn ja, welche Autoren zählen zu deinen liebsten?
Inspirieren… schwierig zu sagen. Ich habe definitiv Vorbilder, Autoren, dessen Werke und deren Ideen ich bemerkens- geradezu bewundernswert finde und die mich dazu motivieren
weiterzumachen. Dazu zählen allen voran Walter Moers, J.K. Rowling und seit neustem Jay Kristoff.

Du bist auch auf deinem Blog als Schreiberling ziemlich aktiv und gibst uns Lesern die Möglichkeit mehr von dir und deinen Ideen zu lesen. Warum hast du diese Rubrik eröffnet?
Vor allem, um mich selbst auszutesten und zu sehen, wie meine Leser reagieren. Was gefällt ihnen? Wie reagieren sie auf bestimmte Ideen? So erfahre ich bereits im Entwicklungsprozess und
auch bei Kurzgeschichten, was mir gelingt und woran ich noch arbeiten muss. Obendrein liebe ich den Kontakt zu meinen Lesern und den Austausch dahinter. Die Nähe und die Kritik dahinter
nehme ich mir sehr zu Herzen.

Beschreibt dich doch mal mit 5 Worten:
Was für ein fieser Punkt! Puh… ich würde sagen (Ich habe etwas gemogelt, ich habe meine Freunde gefragt, hihi): Bunt, ehrlich, emphatisch, impulsiv, aufmerksam

Um dich ein wenig besser kennen zu lernen noch eine schnelle Fragerunde (gerne mit Anmerkung):
Comic oder Manga?
Manga. Ich liebe den Zeichenstil sehr. Während meiner Jugend habe ich sogar selbst Mangas gezeichnet und unglaublich viele gelesen. Mein liebster Anime ist übrigens Death Note und mein liebster Manga Full Moon von Arina Tanemura
Held oder Bösewicht?
Held, hihi.
• Stadt oder Land?
Stadt, derzeit. Ich wollte früher immer aufs Land ziehen, jetzt wo ich in der Innenstadt lebe, kann ich mir das absolut nicht mehr vorstellen. Ich liebe den Trubel und könnte
gut und gerne noch etwas mehr davon vertragen.
• Taschenbuch oder Hardcover?
Hardcover. Ich meine so sehen Regale doch am besten aus, oder?
• Clowns oder Zombies?
Zombies, eindeutig. Nicht, weil ich mich vor Clowns grusele, aber ich finde sie einfach super albern : D Jaaa ich weiß, ich habe selbst einen Clown ausgewählt, aber in dem Moment passte es, hihi. Also, Zombies sind natürlich auch super creepy.
Sternschnuppe oder Regenbogen?
Regenbogen.
Blau oder Rot?
Blau (Haare, hihi)
• Stille oder Musik?
Ouh, das kommt auf die Situation an, aber eigentlich höre ich immer Musik.
• Fantasy oder Liebe?
Auch schwierig. Ich bevorzuge meist Fantasy, weil ich bei Liebesgeschichten oft Angst habe, dass sie mich entweder vollkommen zerstören oder enttäuschen.
Kekse oder Kuchen?
KUCHEN. Am liebsten Schokolade mit viel Schokolade und Schokocreme von Außen und vielleicht noch so flüssige Schokolade drumrum und innendrinne?

Schreibst du aktuell an einem neuen Buch? Wenn ja, was magst du uns darüber verraten?
Wie oben erwähnt, schreibe ich sogar an mehreren Projekten, allerdings sind die meisten nur grobe Gedanken mit Anfängen und Plot-Ideen, ohne große Geschichten. Neben diesen
vereinzelten Ideen, steht allerdings auch ein Romanprojekt in den Startlöchern. Eigentlich hatte ich den Roman im Februar beendet, doch irgendwie störte mich etwas an dem Inhalt, was ich
nicht so genau benennen konnte, weshalb meinte Testleser es noch nicht zu Gesicht bekommen durften. Seit dem, bis vor einer Woche (echt!) habe ich alles auf Eis gelegt, um herauszufinden,
was mich an der Geschichte stört. Nachdem ich den Jugendroman „Spinstergirls“ beendete, wusste ich, was ich an meinem Inhalt grundlegend ändern musste (obwohl die Romane inhaltlich
gar nichts gemeinsam haben, aber manchmal reicht ein kleiner Funken und SCHWUB löst sich der Knoten).
Der Roman startete als Jugendbuch, entwickelt sich jedoch zu etwas, was zwischen Jugendroman und New Adult eingestuft werden könnte und handelt grob betrachtet ums
Erwachsenwerden und sich selbst finden. Wann der ganze Spaß dann wirklich fertig ist, kann ich noch nicht sagen.

Welche Träume hast du für deine Zukunft als Selbst-Veröffentlicherin?
Dass ich etwas schneller aus dem Quark komme, haha. Ich würde gerne noch die Vorgeschichte von „Einmal im Jahr für immer“ schreiben, die bereits den Titel „Einmal für immer leben“ trägt. Ich würde gerne noch in diesem Bereich veröffentlichen, vor allem Geschichten, die etwas sensibler und schwieriger sind, um sie im großen Verlagswesen unterzubringen.

Was würdest du anderen Selfpublishern auf den Weg geben?
Bleibt dran! Ich weiß, dass dieser Weg unglaublich hart ist. Man muss selbst sehr viel Zeit und Herzblut in sein Projekt stecken, man wird viel Kritik einstecken müssen, aber das ist vollkommen normal. Das passiert jedem und ihr dürft nicht aufhören, an euch und euren Projekten zu glauben. Immer weiter machen. Niemals aufgeben. Und Tiefs sind vollkommen Ok! Sie gehen vorbei und
dann müsst ihr: Weiter machen.

Ich danke dir für deine Zeit und deine sympatischen Antworten : )
Stella vielen lieben Dank für diese schönen Fragen! Ich fühle mich richtig geehrt, bei deinem Interview dabeigewesen zu sein : )

BÜCHER DER AUTORIN

**Stöbern, Erwerben

Flucht in ein sicheres LebenDer SandkornzählerEinmal im Jahr für immer

Bilderquelle Sarah Ricchizzi

ÜBER DIE AUTORIN

Sarah Ricchizzi wurde am 22. Mai 1992 in Hamm geboren, 2011 schloss sie ihr Abitur ab und widmete sich seit je her dem Schreiben. Geschichten nehmen schon seit dem sie ihre ersten Worte ausplauderte einen großen Platz in ihrem Leben ein. Was zuerst nur Erzählungen waren, wurde dann durch Comics und Zeichnungen zu Papier gebracht. Als sie dann schließlich das Schreiben für sich entdeckte, schien sie ein wirkliches Zuhause für ihre Geschichten gefunden zu haben.
Sie lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann in Hamm und tüftelt weiterhin an neuen Schreibprojekten.

In der Anthologie »Flucht in ein sicheres Leben« hat sie ihre erste Kurzgeschichte mit dem Titel »Die Geschichte des Luchris Sarberry« veröffentlicht.

Weitere Infos unter:
http://sarahricchizzi.com
https://www.facebook.com/sarahricchizzi/

Quelle Amazon

Ich hoffe ich konnte euch die tolle Autorin mit diesem Interview ein wenig näher bringen. In wenigen Tagen folgt dann ein Buchtipp inkl.Gewinnspiel, also bleibt dran. 

Hier findet ihr das dritte Interview von Alues Bücherparadies mit der Autorin Mila Olsen
Hier findet ihr das dritte Interview von Booksaremybestfriends mit der Autorin Michelle Augustin.
Schaut unbedingt vorbei ♥


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3 Kommentare

  1. 20. August 2018 / 14:40

    Ein toller Beitrag, der mir Sarah noch sympathischer gemacht hat – nun muss ich definitiv mal zu einem ihrer Bücher greifen! 🙂
    Lieben Dank für das Teilen des Interviews, Stella, und liebe Grüße,
    Miriam

  2. 21. August 2018 / 11:01

    Liebe Stella,
    vielen lieben Dank für deine Bemühungen! Die Zusammenarbeit hat mir supergut gefallen. Ich hatte bei der Beantwortung der Fragen ungemein viel Spaß.

    Alles Liebe,
    deine Sarah

  3. 23. August 2018 / 1:53

    Liebe Stella,
    ein wirklich tolles Interview <3
    Ich bin ein großer Fan von Sarah, nicht nur, weil sie zu meinen besten Freundinnen und meiner Buchgang gehört, haha. Ihr Buch Einmal im Jahr für immer hat mir wahnsinnig gut gefallen und ich kann es wirklich jedem ans Herz legen.
    Schon jetzt freue ich mich auf ihren neuen Roman.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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