Winger – Andrew Smith | Rezension

Winger – Andrew Smith | Rezension

Das war nicht bloß pinkeln, das war mehr: Es war der höchste Pinkelhimmel, es war Zen-Bogenschießen, aber mit einem Pissestrahl statt Pfeil und Bogen.

– Andrew Smith

BUCHDETAILS

Herausgeber: Königskinder Verlag
Erscheinungstermin: 29. September 2016
Buchlänge: 464 Seiten
ISBN: 978-3551560278
Preis: HC 19,99€ / Ebook 13,99€
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KLAPPENTEXT

Wenn man Ryan Dean West heißt, Klassenbester und dazu noch zwei Jahre jünger als alle anderen ist, wird einem der Kopf manchmal ins Klo gehängt. Aber Ryan Dean hat größere Sorgen: Wie soll er verhindern, dass sein neuer Zimmergenosse im Internat ihn nachts erwürgt? Noch wichtiger: Wie soll er Annie, die er wahnsinnig liebt, davon überzeugen, dass er nicht zu jung für sie ist? Ohne seinen Freund Joey aus dem Rugby-Team wäre dieses Schuljahr die Hölle. Dass Joey schwul ist, ist Ryan Dean völlig egal. Schließlich liebt er Joey. Auf total unschwule Art, versteht sich. Dann passiert das Undenkbare. Und Ryan Dean West begreift, was wirklich wichtig ist.

Quelle

AUTOR|IN

Ursprünglich aus Kalifornien, hat Andrew Smith in jungen Jahren die ganze Welt bereist. Bevor er anfing Bücher zu schreiben, arbeitete er als Journalist. Heute lebt er mit seiner Familie, zwei Pferden, zwei Hunden und drei Katzen in den Bergen in Südkalifornien.

MEINUNG

Im englischsprachigen Raum entdecke ich das Büchlein vor einiger Zeit für mich. Zig positive Meinungen kursierten und auch ich wollte mir meine Eigene bilden – So durfte das Büchlein bei mir einziehen.

Das Cover wurde von der Idee her auch übernommen, allerdings mit optischen Veränderungen im Comic Design. Das Original zeigt ebenso einen Jungen in Schuluniform, aus dessen Nase ein blutiges Taschentuch hervor lugt. Der Buchrücken stellt ein Rugbyball dar und verrät schon ein wenig über den vermeintlichen Inhalt.

Erzählt wird aus der Sicht von Ryan Dean, dem vierzehn jährigen Hauptprotagonisten und Schüler eines Internats. Er ist nicht nur ein Musterschüler, der zwei Klassen übersprungen hat, sondern auch noch Teil der Rugby Mannschaft – Von seinem Team wird er Winger genannt, was auf seine Position im Sport zurück zu führen ist. Aber auch ihm passieren Fehler und so wird er von seinen Lehrern in den Teil des Internats verlegt, welches der schwer-erziehbaren Jungen gilt.

Der Schreibstil war zum kreischen ehrlich, ungeschönt derb und für mich was Neues, denn wie oft lese ich Geschichten über das Erwachsenwerden und das eigentlich immer aus der Sicht eines Mädchens – Hier ist es andersrum. Ein Junge mitten in der Pubertät, umgeben von älteren Jungen, die ihm das Leben nicht immer leicht machen und dann ist er auch noch verliebt in ein unfassbar tolles Mädchen. Und allgemein Mädchen… Hormone aller Art werden lustig beschrieben und mit witzigen Comics und Anmerkungen im Buch untermalt.

Die Charaktere waren sehr greifbar und bildlich gut vorstellbar. Ryan Dean kann man nur lieb haben, er ist jung und unerfahren – In dem Alter in dem man Grenzen austestet und das Leben und die Liebe entdeckt.
Joey ist homosexuell und durch ihn wird das Thema LGBT eingebracht. Außerdem ist er herzensgut und ehrlich – Ein Lieblingscharakter, der sich als wahrer Freund entpuppt.
Dann hätten wir noch die kecke Annie – das tollste Mädchen überhaupt, welches im Grunde genommen weiß wem sie ihr Herz schenken sollte und dennoch mit sich selbst hadert. Aber auch sämtliche Nebencharaktere haben die Story bereichert.

Die Geschichte wurde langsam aufgebaut und zu Beginn war mir nicht klar, was sie mir überhaupt vermitteln soll, da die Handlung doch sehr begrenzt war. Als Ryan Dean und Joey dann aber auf einer nächtlichen Vergnügungsfahrt mit einem unbekannten Mann waren, kam endlich Spannung auf und allgemein hat das Buch ganz viel Witz und Humor parat. Im letzten Drittel wurde es dann so richtig emotional…

Erwachsenwerden, sich verlieben, sich neu entdecken, Freundschaften knüpfen, an seine Grenzen gehen. Ein wundervolle Coming-of-Age Story, die mein Herz am Ende hat bluten lassen.

Kleine Meckerei von mir – Die Seitenanzahl hätte man bestimmt noch reduzieren können, da in der ersten Hälfte nicht so arg viel Spannung aufgebaut wurde. Auch der Sport war für mich weniger interessant. Dennoch definitiv lesenswert – Vor allem diejenigen, die endlich mal aus der Sicht eines heranwachsenden Jungen lesen mögen.^^

Ich vergebe 4/5 Stellettes.

11 Kommentare

    • 4. April 2017 / 11:22

      PS. ich finde das Cover meeega cool. Ist auf jeden Fall mal was anderes.
      Ich glaube, ich muss es auch irgendwann haben, haha

      • 4. April 2017 / 15:56

        Huhu^^ ja das stimmt -optisch gefallen mir allgemein die Königskinder Bücher ♥ …Bin gespannt wann es bei dir einziehen darf^^ ♥

  1. 4. April 2017 / 15:15

    Das klingt toll ? bisher habe ich noch keine andere Rezension über die deutsche Ausgabe gelesen, deshalb finde ich deine Meinung umso besser ? ich schätze mal, das wandert jetzt ganz schnell auf meine WuLi ?

    • 4. April 2017 / 16:04

      Hey Liebelein :;)
      yay freut mich deine Nummer eins zu sein haha…späßchen 😉 xD
      So cool das ich dich für das Buch begeistern konnte – Wenn es soweit ist freue ich mich schon über deine Meinung.^^ ♥
      Hab einen wundervollen Tag ♥

  2. Pingback: Lesemonat März |

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