Sieben Minuten nach Mitternacht – Patrick Ness | Rezension

Sieben Minuten nach Mitternacht – Patrick Ness | Rezension

Du weißt, dass deine Wahrheit, diejenige, die du versteckst, Conor O´Malley, genau das ist, wovor du am meisten Angst hast.

– Patrick Ness

BUCHDETAILS

Herausgeber: Goldmann Verlag
Erscheinungstermin: 16. Januar 2017
Buchlänge: 224 Seiten
ISBN: 978-3442485345
Preis: TB 8,99€ / Ebook 7,99€
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KLAPPENTEXT

Es ist sieben Minuten nach Mitternacht. Wie jede Nacht erwartet Conor den Albtraum, der ihn quält, seit seine Mutter unheilbar an Krebs erkrankt ist. Doch diesmal begegnet er einem Wesen, das seine geheimsten Ängste zu kennen scheint, ein Wesen, das uralt ist und wild und weise. Und schon bald begreift Conor, dass es der einzige Freund ist, der ihm in den Stunden der Not zur Seite steht. Denn er wird zerrissen von der einen Frage, die er nicht einmal zu denken wagt. Darf er seine Mutter, die er über alles liebt, loslassen? Oder muss er es sogar, um nicht selbst verloren zu sein?

Quelle

AUTOR|IN

Patrick Ness wuchs in den Vereinigten Staaten und auf Hawaii auf. Seit Ende der 90er-Jahre lebt er in London und ist dort als Literaturkritiker für die Tageszeitung The Guardian tätig. Für seine Kinder- und Jugendbücher wurde er mehrfach ausgezeichnet, er gewann unter anderem den renommierten Costa Children’s Book Award und war auf der Auswahlliste für die Carnegie Medal.
Für »Sieben Minuten nach Mitternacht« erhielt er als erster Autor gleichzeitig die Carnegie Medal und den Kate Greenaway Award sowie neben unzähligen anderen Auszeichnungen den Deutschen Jugendliteraturpreis 2012.
In »Sieben Minuten nach Mitternacht« schreibt Patrick Ness eine Idee seiner mit der Carnegie Medal ausgezeichneten Schriftstellerkollegin Siobhan Dowd weiter. Ihr früher, tragischer Krebstod verhinderte die Umsetzung ihrer Idee in eine eigene Geschichte.

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MEINUNG

Bislang besitze ich eine englische Making-Of-Ausgabe zum Film, demnach war mein Interesse groß! – Welch toller Roman sich wohl dahinter verbirgt? So durfte nun der illustrierte Roman einziehen. Ich muss ja gestehen, dass es von außen eher unscheinbar und unaufregend wirkt. Doch blättert man einmal schwungvoll durch die Seiten, erwarten uns durchgehend wunderschöne Zeichnungen in schwarz-weiß von Jim Kay.

Conor erfährt jede Nacht – Sieben Minuten nach Mitternacht – einen furchtbaren Albtraum in dem ihm ein Monster erscheint. Das Monster erscheint Conor in einer baumartigen Gestalt, wie die Eibe draußen im Garten, die er erblickt, wenn er aus dem Fenster schaut. Er fürchtet garnicht dem Monster, sondern viel mehr den Abgründen dahinter. Die Ängste kommen nicht von ungefähr – Seine Mutter leidet an Krebs und ringt um ihr Leben.
Natürlich hat es Conor nicht leicht mit dem Leiden seiner Mutter. Es belastet ihn schwer. Was er am Tage verbirgt, zeigt sich in der Nacht wieder. Und trotzdem ist er ein Kämpfer – Er glaubt an seine Mutter und das die Behandlung sie retten wird.
Ich mochte Conor sehr gerne und habe mit ihm gekämpft und mit ihm gelitten. Der Wahrheit ins Auge zu sehen zu müssen und das schon in jungen Jahren ist unfassbar hart.

Die Geschichte ist auf fantastische und märchenhafte Weise ausgearbeitet. Der Schreibstil ist zwar jugendlich, verbirgt aber ganz viel eigene Persönlichkeit. Ich würde sagen, es ist fast klassisch geschrieben.
Das der Autor die Idee der Geschichte von Siobhan Dowd aufgegriffen hat ist eine unfassbar schöne Geste und macht die Geschichte zu etwas besonderem.

Ob jung oder alt – In jeder Lebenslage kann man hier für sich etwas rausziehen und auf dem eigenen Weg mitnehmen. Auch die Freiheit der Interpretation überlässt der Autor dem Leser – es gibt keine festen Sichtweisen und ich mag behaupten: Lese ich es in einigen Jahren wieder, könnte sich mein Blickwinkel verändern.

Ich vergebe wunderbare 5/5 Stellettes.

14 Kommentare

  1. 13. März 2017 / 11:27

    Irgendwie traue ich mich nicht, den Film tatsächlich im Kino anzuschauen. Vermutlich werde ich Rotz und Wasser heulen, obwohl ich die Erzählung ja schon kenne. ;o)

    • 13. März 2017 / 11:30

      Huhu 🙂
      …ja ich denke auch das der Film, wenn er denn so gut ist, wie der Trailer verspricht, es schaffen kann uns emotional zu packen und wer weiß vllt sogar zu Tränen rührt 😉
      Ich bin ganz gespannt, dass Buch war auf jeden Fall großartig! ♥
      Liebe Grüße an Dich ♥

  2. Stopfi
    13. März 2017 / 19:29

    Tolle Rezension, macht richtig Lust auf das Buch!! Und die Sadness Figur ist sowieso der Wahnsinn!

    • 13. März 2017 / 19:33

      Huhu 🙂
      danke dir, Mission Complete^^ Freut mich immer zu hören, wenn meine Rezensionen gut ankommen 🙂
      Ja Sadness ist echt zucker..hach ich liebe sie 😉
      Danke dir..hab einen tollen Montag Abend 🙂

  3. 14. März 2017 / 0:38

    Wunderschöne Rezension! Du hast es perfekt auf den Punkt gebracht ? Ganz große Liebe ?

    • 14. März 2017 / 8:21

      Oh danke meine Liebe ??
      … Ja es war echt toll und während der Rezension hab ich erst gemerkt wie nah es mir eigentlich ging ???

  4. Pingback: Lesemonat März |

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